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Gerechtigkeitsbrunnen

 

 

 

Wasserversorgung der Stadt Bern

Allgemeines

Die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit Trink- und Brauch­was­ser, das Ablei­ten von ver­dreck­tem Was­ser sowie die Nut­zung der Was­ser­kraft waren für die Stadt Bern von Anfang an über­le­bens­wich­tig, auch Lösch­was­ser muss­te mög­lichst immer ver­füg­bar sein.Entsprechend der stra­te­gi­schen Bedeu­tung, wur­de auch viel Wert auf die Erschlies­sung neu­er sowie die Verteidigung/den Unter­halt bestehen­der Was­ser­ka­nä­le gesetzt. Das Trink­was­ser wur­de ursprüng­lich aus Quell­brun­nen geschöpft und floss spä­ter aus den Stock­brun­nen – damals lag der täg­li­che Bedarf an Trink­was­ser pro Per­son bei rund vier bis sechs Litern (Zah­len zum aktu­el­len Trink­was­ser­ver­brauch in der Schweiz erhebt das Bun­des­amt für Umwelt BAFU). Es wur­de zusätz­lich noch Brauch­was­ser (für Haus­halt, Tier­hal­tung) benö­tigt, das aus dem Stadt­bach geschöpft wer­den konn­te. Die Indus­trie nutz­te die Kraft der Aare, wes­halb sie sich im Mat­ten­quar­tier ansiedelte.

Bis zur Neu­zeit waren Brun­nen wich­ti­ge sozia­le Treff­punk­te, wo Neu­ig­kei­ten, Klatsch und Tratsch aus­ge­tauscht und offi­zi­el­le Mit­tei­lun­gen ange­schla­gen wur­den. In der Zeit von 1868 bis 1904 wur­den in der Stadt Bern Hoch­druck­lei­tun­gen ver­legt, jedes Haus erhielt sei­nen eige­nen Was­ser­an­schluss. Die Brun­nen wur­den damit zu “nutz­lo­sen Schmuck­stü­cken”, mit Ver­brei­tung der Foto­gra­fie aber auch zu belieb­ten Post­kar­ten- und Foto­sujets. Es gibt neu­er­dings auch wie­der Bestre­ben, Brun­nen wie­der zu Treff­punk­ten zu machen, wie beispielsweise:

 

 

Der Stadtbach

Der Stadt­bach wur­de im Jahr 1249 erst­mals urkund­lich erwähnt. Ein ent­spre­chen­der Kanal von der Quel­le im Wan­gen­tal via Weyermannshaus/Güterbahnhof ist bereits für zwei vor­her­ge­hen­de Genera­tio­nen bekannt. Wahr­schein­lich ist, dass ein stadt­bach­ähn­li­cher Gra­ben bereits seit der Grün­dung der Stadt (oder kurz danach) existierte.

Die bei­den Stadt­grä­ben wur­den mit höl­zer­nen Aquä­duk­ten über­wun­den. Von die­ser Haupt­ader aus ver­zweig­te sich der Stadt­bach in alle Längs­gas­sen der wach­sen­den Sied­lung. Der genaue mit­tel­al­ter­li­che Ver­lauf ist aber nicht voll­stän­dig geklärt.

Die gros­se Bedeu­tung des Stadt­gra­bens spie­gelt sich in den “Was­ser­erlas­sen” wie­der . Die Was­ser­ver­wal­tung wur­de durch den Bach­meis­ter (assis­tiert durch den Ven­ner­wei­bel und ande­re Wei­bel) sichergestellt.

 

 

Die Ehgräben

Par­al­lel zum Stadt­bach bestan­den so genann­te Ehgrä­ben (Abwas­ser­ka­nä­le), die zusam­men mit dem Stadt­bach in die Aare gelei­tet wurden.

 

 

Die Stadtbrunnen

Allgemeines

In Bern gibt es heu­te weit über 100 öffent­li­che Brun­nen, aktu­el­le Über­sich­ten fin­den sich hier:

 

Fotos eini­ger Ber­ner Brunnen:

 

Quellbrunnen

Für das Ende des 14. Jahr­hun­derts sind fünf (öffent­li­che und pri­va­te) Quell-/Sod­brun­nen belegt (Jus­tin­ger-Chro­nik). Heu­te spru­delt nur noch aus dem Stett­brun­nen Was­ser. Der mitt­ler­wei­le tro­cke­ne Len­brun­nen kann aber eben­falls besich­tigt wer­den und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Hölzerne Stockbrunnen

Nach einem sehr heis­sen Som­mer im Jahr 1393 wur­de erkannt, dass die bis­he­ri­ge Was­ser­ver­sor­gung nicht aus­reich­te. Hier­auf wur­den höl­zer­ne Stock­brun­nen (Brun­nen­stö­cke und ‑trö­ge aus Holz) errich­tet (vgl. Ber­ner-Chro­nik des Con­rad Jus­tin­ger aus dem Jahr 1484, Nr. 289). Die wahr­schein­lich 21 Brun­nen waren mit bunt bemal­ten Fähn­lein geschmückt.

Das Was­ser wur­de mit Teu­cheln (höl­zer­ne Röh­ren, der Län­ge nach durch­bohr­te Holz­stäm­me), die zu Druck­lei­tun­gen zusam­men­ge­fügt wur­den her­ge­lei­tet. Damit zwi­schen den Stäm­men kein Was­ser ver­lo­ren gehen konn­te, muss­ten die Ver­bin­dun­gen mit abge­dich­te­ten Holz­käs­ten oder Muf­fen aus Eisen, Blei, Kup­fer oder Leder, aus­ge­führt werden.

Die Quel­le lag wahr­schein­lich im Bäch­te­l­en­gut bei Wabern, am Fuss des Gurtens.

 

Steinerne Stockbrunnen

Um 1520 wur­de damit begon­nen, die höl­zer­nen Brun­nen durch stei­ner­ne zu erset­zen. Die Brun­nen, für wel­che Bern bekannt ist, wur­den vor­wie­gend in den 1540er-Jah­ren gebaut.

Durch die Errich­tung eines mecha­ni­schen Pump­werks gelang es 1585, die Küngs­brun­nen­quel­le für die Stadt Bern zu nutzen.

Bis unge­fähr 1740 stan­den allei­ne in der Haupt­gas­se stei­ner­ne Brun­nen. Die Neben­gas­sen erhiel­ten erst wel­che, nach­dem in die­ser Zeit Was­ser von Köniz her in die Stadt gelei­tet wor­den war. Ein gros­ser Antrieb zur Erstel­lung der prunk­vol­len Brun­nen war wohl einer­seits der “Prä­sen­ta­ti­ons­drang” eines mitt­ler­wei­le mäch­ti­gen Stadt­staats, aber wohl auch der bestehen­de Wett­streit mit der Zäh­ri­ger­stadt Frei­burg, in der Hans Gieng eben­falls tätig war.

Anfang des 19. Jahr­hun­derts wur­den die meis­ten his­to­ri­schen Brun­nen ver­setzt, da sie dem immer stär­ker auf­kom­men­den Ver­kehr im Weg stan­den. Als ab 1868 Druck­lei­tun­gen ein­ge­führt wur­den, die das Trink­was­ser in die Häu­ser beför­der­ten, ver­lo­ren die Brun­nen ihre ursprüng­li­che Funk­ti­on. Es wur­de nun sogar ein Abbruch der “Ver­kehrs­hin­der­nis­se” diskutiert.

 

 

Gerechtigkeitsbrunnen in Bern

Allgemeines

Bern darf sich rüh­men, die schöns­te “Gerech­tig­keit” zu besit­zen (…) [Auf der Brun­nen­säu­le] steht in schrei­ten­der Hal­tung die kräf­ti­ge, etwas selbst­ge­fäl­li­ge und anmu­ti­ge Gestalt der Jus­ti­tia (…) Im Gesichts­aus­druck paa­ren sich Mil­de und Stren­ge.MEINTEL, PAUL, Schwei­zer Brun­nen, Frau­en­feld / Leip­zig 1931, S. 87 f.

Der Gerech­tig­keits­brun­nen befin­det sich an sei­nem ursprüng­li­chen Stand­ort auf der Höhe der Gerech­tig­keits­gas­se 39 (wäh­rend rela­tiv kur­zer Zeit, näm­lich von 1646 bis 1664, befand er sich auf der Höhe der Gerech­tig­keits­gas­se 75).

Die Gesamt­hö­he der Anla­ge beträgt 6.25 Meter – der Gerech­tig­keits­brun­nen ist auf­grund der hohen Säu­le der höchs­te Figu­ren­brun­nen aus die­ser Zeit. Eine leicht unter­le­bens­gros­se Jus­ti­tia­fi­gur steht auf einem gefurch­ten Boden­plat­te über dem Kapitell.

Das Kapi­tell besteht aus einem star­ken Ring­schaft, einem unten hal­bo­val ein­ge­tief­ten Akan­thus­fries, einem Volu­ten­kranz mit vier männ­li­che Mas­ken mit Buckel­stirn und Hän­ge­bär­ten in den Plattenecken.

Der Säu­len­schaft ist 16fach kan­ne­liert. Der obe­re Teil ist ver­ziert mit einem Blatt­ge­hän­ge in Form eines dop­pel­ten Fest­ons. Bis etwas unter­halb der Mit­te sind in den tie­fen Kan­nelü­ren Rund­stä­be abgesetzt.

Das qua­dra­ti­sche Pos­ta­ment weist eine stark aus­la­den­de, pro­fi­lier­te Deck­plat­te auf. Das Was­ser fliesst aus zwei Bron­ze­röh­ren (mit Bron­ze­mas­ken beim Ansatz), die im so genann­ten Del­phin­ty­pus des frü­hen 18. Jahr­hun­derts gear­bei­tet sind.

Der figür­li­che Teil des Brun­nens ruht in einem acht­ecki­gen Becken. Dane­ben bestehen noch zwei Nebentröge.

 

 

 

Wei­te­re Brun­nen befin­den sich teil­wei­se auf dem heu­ti­gen oder ehe­ma­li­gen Staats­ge­biet Berns (Erobe­rung des Aar­gaus bis nach Brugg 1415, Erobe­rung und Refor­mie­rung der Waadt 1536) oder ver­bün­de­ter Gebie­te (Neu­en­burg: wäh­rend der Refor­ma­ti­on übte Ber­ne hier offen­bar eine Art schieds­rich­ter­li­cher Gewalt aus). Von den heu­te noch bestehen­den Brun­nen wur­den man­che dem Ber­ner Gerech­tig­keits­brun­nen unmit­tel­bar nach­ge­bil­det: Solo­thurn, MoudonLau­sanne, Bou­dry, Cud­re­finCul­ly und Neu­en­burg. Mit­tel­ba­re Nach­bil­dun­gen fin­den sich in Aar­auBiel, Burg­dorf und Brugg. Nicht alle Brun­nen las­sen sich jedoch auf den Ber­ner Brun­nen zurück­füh­ren: Win­ter­thur.

 

 

 

Hans Gieng

Zehn der zwi­schen 1542 und 1548 erstell­ten Figu­ren­brun­nen wer­den heu­te Hans Gieng (unter ande­ren der Gerech­tig­keits­brun­nen) oder sei­ner Werk­statt zuge­schrie­ben, wobei aus die­ser Zeit lei­der kei­ne Doku­men­te bestehen, wel­che dies ein­deu­tig bele­gen würden.

Her­ge­lei­tet wird dies häu­fig aus einem sti­lis­ti­schen Ver­gleich mit den gut doku­men­tier­ten Frei­bur­ger Brun­nen, der Inschrift “HG” am Kind­lifres­ser­brun­nen, der Erwäh­nung, dass “Meys­ter Hans, Bildho­wer, im Spi­tal z’ Her­brig sin an des Spiel­meis­ters Tisch ässen” (offen­bar eine Notiz im Rats­ma­nu­al vom 30. März 1543) und der Nähe zwi­schen Fri­bourg und Bern. Für eine sol­che Zuschrei­bung hat sich ins­be­son­de­re Paul Hofer (Die Kunst­denk­mä­ler der Schweiz, Bd. 28, Die Kunst­denk­mä­ler des Kan­tons Bern, S. 225 ff. und 314 ff.) aus­ge­spro­chen. Etwas kri­ti­scher dies­be­züg­lich sind die Aus­füh­run­gen von Mar­cel Strub (Deux maî­tres de la sculp­tu­re suis­se du XVIe siè­cle : Hans Gei­ler et Hans Gieng, S. 85–95).

Einig ist sich die Lite­ra­tur zwi­schen­zeit­lich, dass der Gerech­tig­keits­brun­nen nicht Niklaus Manu­el zuzu­schrei­ben ist, eben­falls dass es sich bei Hans Gieng nicht um Hans Gei­ler handelt.

Der Frei­bur­ger Bild­hau­er Hans Gieng wirk­te vor allem in der Stadt Frei­burg i. Ü. Auch in Solo­thurn und Bern bau­te er Brun­nen. In der Zeit von 1540 bis 1546 wirk­te er wahr­schein­lich in Bern, ab 1544 in Bern und Frei­burg gleich­zei­tig. Um 1543 fer­tig­te er die Jus­ti­tia des Gerech­tig­keits­brun­nens in Jura­ka­lk­stein an. Ver­stor­ben ist Hans Gieng im Jahr 1562. Im Gegen­satz zu sei­nem Vor­gän­ger Hans Gei­ler hat Hans Gieng wohl nie das Stadt­recht erhalten.

Wei­te­re Brun­nen­fi­gu­ren von Hans Gieng (in Frei­burg i. Ü.):

 

 

 

Justitia

Geschichtliches

[ Text betref­fend Römer/Griechen, Neu­zeit, Schei­ben­ris­se folgt ] 

Die Ber­ner Jus­ti­tia ist in einer Zeit des Über­gangs von mit­tel­al­ter­li­cher Tugend­dar­stel­lung hin zur repu­bli­ka­ni­schen Staats­al­le­go­rie der Neu­zeit entstanden.

Mit ver­bun­de­nen Augen, in der rech­ten Hand das erho­be­ne Schwert, in der lin­ken die Waa­ge, blickt die ber­ni­sche Jus­ti­tia stadt­auf­wärts. Die Figur ist in einem “zeit­lo­sen” Renais­sance-Stil gehalten.

Die Füs­se in San­da­len geschnürt, das Gewand anlie­gend (ein­zig in der Kör­per­mit­te bil­den sich leb­haf­te Fal­ten), das rech­te Knie unbe­deckt. Sie trägt einen Zier­pan­zer mit Ara­bes­ken­schmuck in Flach­re­li­ef. Die Ach­sel­stü­cke sind in Gestalt von Löwen­köp­fen aus­ge­bil­det. Die Augen sind ver­bun­den mit einer Bin­de, wel­che hin­ter dem Kopf mit einer Schlei­fe ver­kno­tet wur­de. Die roset­ten­för­mi­gen Ohren­schil­de waren in die­ser Zeit offen­bar Mode (ob damit auch aus­ge­sagt wer­den soll­te, dass nicht bloss nach dem Augen­schein bzw. nicht nur nach dem Hören­sa­gen ent­schie­den wer­den soll, in Anleh­nung an die Stel­le im Aten Tes­ta­ment [Jesa­ja 11, 3], ist ungeklärt).

 

 

 

 

Schwert

Das Schwert der Jus­ti­tia ist unter ande­rem ein Sym­bol der aus­schliess­li­chen Gerichts­bar­keit und somit auch ein Zei­chen dafür, dass Selbst­hil­fe des Ein­zel­nen ver­bo­ten ist (Frie­dens­pflicht).

Wei­ter sym­o­li­siert das Schwert die Durch­set­zung der Rechts­ord­nung, der Süh­nung began­ge­nen Unrechts. In der lin­ken Hand hält die Ber­ner Jus­ti­tia eine Bal­ken­waa­ge. Sie ist Sym­bol für das rich­ter­li­che Abwä­gen der Schuld und der zu ver­hän­gen­den Stra­fe aber auch für die Wie­der­her­stel­lung des durch ein Delikt gestör­ten gesell­schaft­li­chen Gleichgewichts.

 

Waage

[ Text folgt ] 

 

Augenbinde

Wäh­rend in frü­he­ren Zei­ten die Jus­ti­tia kei­ne Augen­bin­de trug, kam die Dar­stel­lung mit Augen­bin­de eini­ge Jah­re vor dem Bau des Ber­ner Gerech­tig­keits­brun­nens “in Mode”. Wäh­rend die gött­li­che Jus­ti­tia kei­ne Augen­bin­de benö­tigt und des­halb auch nie so dar­ge­stellt wird, soll die Augen­bin­de der welt­li­chen Jus­ti­tia wohl sym­bo­li­sie­ren, dass vor dem Gericht alle gleich behan­delt wer­den (sol­len), unbe­se­hen von ihrer Her­kunft (Sym­bol für Unpar­tei­lich­keit und Ent­schei­dun­gen ohne Anse­hen der Per­son). Eine ande­re, nega­ti­ve Deu­tung geht davon aus, dass die Augen­bin­de die urtei­len­de Jus­tiz vor äus­se­ren, ablen­ken­den Ein­flüs­sen schüt­zen sol­le. Die Augen­bin­de wur­de zuwei­len aber auch als nega­ti­ves Attri­but ver­wen­det, bei­spiels­wei­se in Kar­ri­ka­tu­ren, in wel­chen eine “blind” (und damit will­kür­lich) urtei­len­de Jus­tiz be- bzw. gezeich­net wer­den sollte.

 

 

 

Basisfiguren

Die Figu­ren zu Füs­sen der  Jus­ti­tia haben alle die Augen geschlos­sen. Wäh­rend der Jus­ti­tia die Augen durch eine Bin­de ver­bun­den sind, ver­schlies­sen die welt­li­chen Figu­ren sel­ber die Augen. Eine frü­he Inter­pre­ta­ti­on geht davon aus, dass es sich bei den vier Per­so­nen um Kai­ser, Papst, Sul­tan und Schult­heiss han­delt, als Reprä­sen­tan­ten der Staats­for­men Mon­ar­chie, Theo­kra­tie, Auto­kra­tie und Repu­blik. Eine neue­re Inter­pre­ta­ti­on geht davon aus, dass es sich um Kai­ser, Papst, Sul­tan (?) und (den fran­zö­si­schen) König han­delt. Der Papst trägt die Tia­ra und das Bischofs­kreuz, der Sul­tan einen tur­banar­tig umwun­de­nen Spitz­hut und eine Sara­ze­nen­klin­ge, der Kai­ser eine Kro­ne und das Reichs­schwert, der Schult­heiss (oder ein König /der fran­zö­si­sche König?) Barett und die gol­de­ne Amtskette.

Es tau­chen teil­wei­se auch abwei­chen­de Inter­pre­ta­tio­nen auf, näm­lich, dass die vier Figu­ren “den Kai­ser, den Papst, den Edel­mann und den Juden” dar­stel­len sol­len (so SCHUBERT, Die Brun­nen in der Schweiz, Frau­en­feld 1885, S. 50 und MEINTEL, Schwei­zer Brun­nen, Frau­en­feld / Leip­zig 1931, S. je zum Gerech­tig­keits­brun­nen in Solo­thurn), wobei die­se Inter­pre­ta­ti­on weder näher her­ge­lei­tet noch nach­voll­zo­gen wer­den kann.

Büs­ten­fi­gu­ren haben auch die Gerech­tig­keits­brun­nen in Bou­dry, Lau­sanne, Moudon, Neu­en­burg und Solo­thurn.

 

 

Säule und Kapitell

[ Text folgt ] 

 

 

Postament und Auslaufrohr mit Maske

[ Text folgt ] 

Das Pos­ta­ment (Säu­len­so­ckel, aus St. Tri­phon-Stein) wur­de 1949 ersetzt und die Stei­glei­tung erneu­ert. Aus zwei Bron­ze­mas­ken im so genann­ten Del­phin­ty­pus des frü­he­ren 18. Jahr­hun­derts gehen die bei­den Brun­nen­röh­ren hervor.

 

 

Trog

Das Acht­eck­be­cken aus Kalk­stein des Ber­ner Gerech­tig­keits­brun­nens trug bis 1845 die Datums­an­ga­be der Erstel­lung MDXXXXIII (1543). Danach das Datum der Reno­va­ti­on (durch­ge­führt von Stein­hau­er Bar­get­zi aus Solo­thurn) MDCCCXLV (1845), an der Süd­sei­te, heu­te kaum mehr les­bar. Die acht schmuck­lo­sen Plat­ten sind oben durch einen kräf­ti­gen Eisen­reif mit Eck­schar­nie­ren ver­bun­den. Ober­halb (west­lich) des Brun­nens befin­det sich ein quer­ova­ler, unter­halb (öst­lich) ein quer­ste­hen­der recht­ecki­ger Neben­trog (Sudel­trog).

Die Trö­ge der ande­ren Schwei­zer Gerech­tig­keits­brun­nen wei­sen fol­gen­de For­men auf:

Auch die Anzahl der Neben­trö­ge sind unterschiedlich:

 

 

 

Zerstörung der Figur

Als Sym­bol der ber­ni­schen Staats­ge­walt war die Ber­ner Brun­nen­fi­gur mehr­mals Ziel sym­bo­li­scher Aktio­nen, bei­spiels­wei­se, als die fran­zö­si­schen Trup­pen bei ihrem Ein­marsch Schwert und Waag­scha­le ent­fern­ten. Mit der ber­ni­schen Jus­ti­tia hat­te sich aber auch die Jus­tiz zu befas­sen. Die Brun­nen­fi­gur, die heu­te in der Gerech­tig­keits­gas­se steht, ist näm­lich nicht mehr die Ori­gi­nal­fi­gur aus dem 16. Jahrhundert.

Das Ori­gi­nal wur­de in der Nacht auf den 13. Okto­ber 1986 von sei­nem Sockel geris­sen. Das Bun­des­ge­richt bezeich­ne­te in BGE 117 IV 437 ff. die­se – poli­tisch moti­vier­te (vgl. BGE 118 IV 371 ff.) – Sach­be­schä­di­gung als “skru­pel­lo­sen Van­da­len­akt”. Es stuf­te den Brun­nen ein als “Denk­mal mit gros­sem sym­bo­li­schem Wert, (…) ein ein­ma­li­ges, his­to­risch äus­serst wert­vol­les Kunst­werk” ein.

Am 23. Okto­ber 1988 wur­de die Kopie ent­hüllt, wel­che seit­her auf der Brun­nen­säu­le steht. Die Tei­le des Ori­gi­nals wur­den soweit mög­lich wie­der­her­ge­stellt (und wo not­wen­dig ergänzt). Die­ses “Original“steht nun im His­to­ri­schen Muse­um in Bern (BHM). Da die genau­en Anga­ben der ursprüng­li­chen Bema­lung nicht bekannt sind, ist die Figur im Mues­um unbe­malt geblie­ben. Bis zur Zer­stö­rung der Jus­ti­tia war der Gerech­tig­keits­brun­nen der ein­zi­ge Figu­ren­brun­nen der Stadt Bern, des­sen Stand­ort und Gestalt zur Errich­tungs­zeit im wesent­li­chen noch entsprach.

 

 

 

Wiederherstellung

Nach der Zer­stö­rung wur­de die Brun­nen­fi­gur restau­riert und wird seit­her im Ber­ni­schen His­to­ri­schen Muse­um (BHM) auf­be­wahrt und ausgestellt:

 

 

 

Weitere Veränderungen

Der Gerech­tig­keits­brun­nen ist nicht mehr der­sel­be wie im 16. Jahr­hun­dert. Es wur­den an ihm im Lau­fe der Zeit fol­gen­de Ver­än­de­run­gen vorgenommen:

  • 1584 und 1589: Instand­stel­lung und Neu­be­ma­lung durch Hum­bert Mareschet
  • 1668/69: wei­te­re Reno­va­ti­on (ins­be­son­de­re des Stein­werks) durch Joseph Wern­ter und Bema­lung durch Joseph Wer­ner d. Ä.
  • 1687/88: Erneue­rung der Metallausrüstung
  • 1714/15: Neu­an­strich
  • 1758: neue Kupferröhren
  • 1741: neu­er Sudel­trog (Geiss­berg­stein)
  • 1798: Ent­fer­nung des Richt­schwerts und der Waa­ge durch die fran­zö­si­schen Beset­zer als Sym­bol des Unter­gangs des Alten Berns. Die bei­den Attri­bu­te wer­den erst viel spä­ter wie­der ersetzt.
  • 1845: Ver­set­zung des Brun­nens wegen der neu­en Zufahrt über die Nydegg­brü­cke. Für eine kur­ze Zeit wird der Brun­nen im Stall des Erlach­er­ho­fes ein­ge­la­gert, danach wie­der am ursprüng­li­chen Ort errich­tet. Will­helm König über­malt den Brun­nen weiss und gold. Auf­grund der hef­ti­gen Pro­tes­te aus der Bevöl­ke­rung wird die poly­chro­me Bema­lung aber rasch wie­der her­ge­stellt. Es folg­te eine Bema­lung in schwach­ge­tön­ten Farben.
  • 1890/91: Neu­be­ma­lung durch Chris­ti­an Bühler.
  • 1925: Neu­be­ma­lung durch Ernst Linck, wie­der mit kräf­ti­gen Far­ben / mit leb­haft akzen­tie­ren­den Kon­tras­ten, wie dies wahr­schein­lich ursprüng­lich der Fall war
  • 1936–1939: Neu­be­ma­lung durch Vic­tor Surbek.
  • 1949: Erneue­rung der Stei­glei­tung und des Sockels.
  • 1961: Restau­rie­rung durch Hans A. Fischer
  • 1971: Neu­be­ma­lung Säule
  • 1986: Zer­stö­rung der Jus­ti­tia­fi­gur (vgl. oben). Eine Kopie wird auf den Sockel in der Gerech­tig­keits­gas­se gesetzt, das Ori­gi­nal wird 1988 dem His­to­ri­schen Muse­um übergeben.
  • 2004/2005: Gesamt­sa­nie­rung der Kram- und Gerech­tig­keits­gas­se. Die Brun­nen­fi­gu­ren wer­den in die­ser Zeit ausgebessert.
    Zustand der Brun­nen­fi­gur im Herbst/Winter 2004:

    Zustand des Brun­nens im Herbst 2005:

  • 16. bis 24. Okto­ber 2006: Wie­der­her­stel­lung der rech­ten Hand und des Schwerts, die am 28. Juni 2006 beschä­digt wur­den (am 28. Juni 2006, rund 20 Jah­re nach der Zer­stö­rung der Justitiastatue).
    Zustand der Brun­nen­fi­gur am 16. Okto­ber 2006
  • Juli 2018: Restau­rie­rungs­ar­bei­ten (neue Far­be der Brun­nen­fi­gur, Nach­ölen der Säule)

 

 

 

 

 

Andere Gerechtigkeitsbrunnen in der Schweiz

Neben dem Ber­ner Gerech­tig­keits­brun­nen gibt es noch wei­te­re Gerech­tig­keitsbtrun­nen in der Schweiz (alpha­be­tisch, nach Orten):

 

 

Aarau

Der ursprüng­li­che Markt­brun­nen an der Kreu­zung Rathausgasse/Kronengasse trug die Figur eines gehar­nisch­ten Krie­gers, wel­che her­ab­stürz­te. Die Figur des Gerech­tig­keits­brun­nens in Aar­au aus dem Jahr 1643, nach dem Ber­ner Vor­bild, stammt von Heinz Henz. Der Brun­nen wur­de 1905 ent­fernt und im Jahr 1924 am neu­en Stand­ort auf dem Kir­chen­platz neu auf­ge­stellt (Rekon­struk­ti­on von Trog und Säu­le, Kopie der Figur). Die ori­gi­na­le Jus­ti­tia-Sta­tue kann im Stadt­mu­se­um Aar­au besich­tigt werden.

 

Fotos

 

Panorama

 

 

 

Biel

Der ers­te Brun­nen stammt von 1535 (ein Jahr, nach­dem das Rat­haus fer­tig­ge­stellt wur­de). Die ursprüng­li­che Brun­nen­fi­gur des Bild­hau­ers Johan­nes Hesch(e) wur­de 1714 durch jene von Jean Boy­er ersetzt (Neu­be­ma­lun­gen 1758 und 1776). Neu­er Brun­nen­trog von Joseph Menth (1846), Ergän­zung mit einer Neben­trog 1848. Reno­va­tio­nen  1868, 1899 1929, 1935, 1958, 1980 und 1999.

 

Fotos

 

Panorama

 

 

 

Boudry

Die Fon­tai­ne de la Jus­ti­ce ist eine der Sehens­wür­dig­kei­ten (nebst einem wirk­lich pit­to­res­ken his­to­ri­schen Zen­trum, dem Schloss, mit Wein­bau- und Wein­mu­se­um, dem Musée de l’A­re­u­se, Auflugs­mög­lich­kei­ten in die Schlucht der Are­u­se und vie­lem mehr) und stammt aus dem Jahr 1610  (Datum auf der Säu­le – die Jus­ti­ti­fi­gur ist allen­falls sogar älter), von einem unbe­kann­ten Künst­ler. Vor­bild die­ses Brun­nens war jener in Neu­en­burg, des­sen Vor­bild wie­der­um der Gerech­tig­keits­brun­nen in Bern war. Die Gesichts­zü­ge sind hier aber etwas grö­ber und die Fal­ten in der Klei­dung weni­ger natur­ge­treu aus­ge­fal­len als bei den Vorbildern.

Das Becken von 1761 wur­de 1795 ersetzt (und in die­sem Jahr auch die Säu­le farb­big gestal­tet). 1835 folg­te die Ver­set­zung des Brun­nens von sei­nem ursprüng­li­chen Platz vor dem Rat­haus hin zu sei­nem aktu­el­len Stand­ort vor der Kir­che. Ein zusätz­li­ches, klei­ne­res Becken, wur­de dem Brun­nen 1847 hin­zu­ge­fügt. Wei­te­re Restau­ra­tio­nen: 1767, 1958, 1978/1979, 1997–1999  und 2018. Das Ori­gi­nal befin­det sich seit der Anfer­ti­gung der Sta­tu­en­ko­pie in den 1990er-Jah­ren im Laté­ni­um – Parc et musée d’archéologie.

 

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Brugg

Der Rat­haus­brun­nen wur­de ursprüng­lich aus den Jah­ren 1557–1563 errich­tet, die Jus­tia­fi­gur des Rat­haus-Brun­nens aus dem Jahr 1928 stammt von Edu­ard Spörri.

 

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Burgdorf

Den so genann­te Rin­der­mä­rit­brun­nen aus dem Jahr 1541 wur­de, nun Kro­nen­brun­nen genannt, im Jahr 1612 neu errich­tet. Die dama­li­ge Brun­nen­fi­gur eines unbe­kann­ten Bild­hau­ers, stamm­te aus Bern. Im Jahr 1757 schuf Urs Joseph Füeg eine neue Figur (mit unver­bun­de­nen Augen). Auf­grund des pro­ble­ma­ti­schen Mate­ri­als zer­fiel der Brun­nen bereits nach kur­zer Zeit. 1908 ersetz­te die neue Figur (kei­ne Kopie) von Fer­di­nand Rie­del die bisherige.

 

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Cudrefin

Die Brun­nen­fi­gur in Cud­re­fin von 1605 stammt von Benoît Magnin aus Cer­lier am Bie­ler­see. Im Jahr 1672 wur­de ihr Arm beschä­digt, 1732/33 wur­de die Sta­tue neu bemalt und das Schwert aus­ge­wech­selt. Der heu­ti­ge Brun­nen­trog stammt von 1864, die Jah­res­zahl 1866 an der Säu­le von einer undo­ku­men­tier­ten Restau­ra­ti­on. Die letz­te Reno­va­ti­on führ­te Marc Stäh­li­aus Auver­nier (NE) 1991/92 durch. Die Brun­nen­fi­gur von Cud­re­fin weist nicht mehr die “Robust­heit” der Ber­ner Jus­ti­tia auf son­dern bereits Ele­men­te des Manie­ris­mus, an der Schwel­le zum Barock. Auf dem Brun­nen steht aktu­ell noch die ori­gi­na­le Figur und nicht, wie bei ande­ren Gerech­tig­keits­brun­nen, eine Kopie.

 

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Cully

Die Jus­ti­tia­fi­gur auf der Fon­tai­ne de la Jus­ti­ce in Cul­ly ist eine Frau­en­fi­gur, wel­che (ins­be­son­de­re ver­gli­chen mit den ande­ren Jus­ti­tia­fi­gu­ren der Schwei­zer Gerech­tig­keits­brun­nen) recht lebens­echt aus­sieht. Aus­ser­dem trägt sie kei­ne Augen­bin­de, so wie auch die Jus­ti­tia in Win­ter­thur und die – nicht mehr auf einem Brun­nen ste­hen­den – Jus­ti­tia­fi­gu­ren von Lies­tal, Mor­ges und Zofin­gen, auch die ver­lo­ren gegan­ge­ne Vor­gän­ger­fi­gur des Burg­dor­fer Brun­nens hat­te kei­ne Augen­bin­de. Im Wei­te­ren feh­len bei der Jus­ti­tia in Cul­ly die Basis­fi­gu­ren (Papst, Sul­tan, Kai­ser, König), wel­che bei der Fon­tai­ne de la Jus­ti­ce in Lau­sanne vor­han­den sind.

Der heu­ti­ge Brun­nen­trog trägt die Jah­res­zahl 1643, die Brun­nen­fi­gur stammt aus dem Jahr 1645, wahr­schein­lich von Paul Hor­tin und einem wei­te­ren, unbe­kann­ten Künst­ler in Thonon/Frankreich. Wahr­schein­lich han­del­te es sich dabei noch nicht um eine Jus­ti­tia­fi­gur son­dern wohl um eine männ­li­che Figur (auch eine Löwen­fi­gur stand offen­bar zur Aus­wahl, es ist aber unwahr­schein­lich, dass eine sol­che den Brun­nen krön­te). Neue Figur von Rey­mond Aguet 1718 (heu­te steht eine Kopie auf der Brun­nen­säu­le). Restau­rie­run­gen, Ände­run­gen und Aus­bes­se­run­gen fan­den in fol­gen­den Jah­ren statt: 1677, 1687, 1699, 1718, 1725, 1735, 1754, 1762, 1770, 1856, 1934, 1969 und 2008. Die Brun­nen­röh­ren im Renais­sance-Stil wur­den 1856 ersetzt. Seit 1969 ist der Brun­nen auch wie­der far­big bemalt.

 

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Lausanne

Die Brun­nen­fi­gur in Lau­sanne (1584–1585, von Lau­rent Per­roud und sei­nem Sohn Jac­ques Per­roud) steht auf einer Säu­len­ko­pie aus dem Jahr 1930, in einem zwölf­ecki­gen Trog aus dem Jahr 1726. Die ori­gi­na­le Jus­ti­tia­fi­gur befin­det sich im Musée His­to­ri­que Lau­sanne (L’Ancien Evê­ché).

 

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Moudon

Die Brun­nen­fi­gur der Fon­tai­ne du Cou­de ou de la Grand-Rue aus dem Jahr 1559 (restau­riert 1993) stammt eben­falls von Lau­rent Per­roud, der heu­ti­ge Brun­nen wur­de 1872 erricht.

 

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Neuenburg

Die ori­gi­na­le Brun­nen­fi­gur (1545–1547, von Lau­rent Per­roud) wur­de nach dem Vor­bild der Ber­ner Jus­ti­tia erstellt und im Jahr 1991 durch einen Kran beschä­digt. Im Jahr 1997 wur­de sie durch eine Kopie ersetzt, das Ori­gi­nal befin­det sich seit­her im Muse­um für Kunst und Geschich­te Neu­en­burg (MahN).

 

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Solothurn

Der Gerech­tig­keits­brun­nen (auch: Sinn­brun­nen) in Solo­thurn wur­de 1561 von Lau­rent Per­roud nach dem Vor­bild des Ber­ner Gerich­tig­keits­brun­nens geschaf­fen, der Trog stammt aus dem Jahr 1789.

 

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Winterthur

Die ursprüng­li­che Brun­nen­fi­gur stammt aus dem Jahr 1537, die Kopie von Peter Moser aus dem Jahr 1791, die erneu­te Kopie von Fritz Liech­ti aus dem Jahr 1931. Im Jahr 1683 wur­de ein Eisen ange­bracht, an wel­chem die Mäg­de zur Stra­fe ange­bun­den wur­den, wenn sie den Brun­nen ver­schmutz­ten. Der Trog aus har­tem Kalk­stein trägt das Datum 1748. 

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Gerechtigkeitsbrunnen, am 9. Mai 2020, kurz vor der zweiten Coronavirus-Lockerungsetappe

 

 

 

Weitere (nicht mehr vorhanden)

 

  • Lies­tal: Der ehe­ma­li­ge Spi­tal­brun­nen mit Jus­ti­tia­fi­gur (von ca. 1600) wur­de 1955 durch einen neu­en Brun­nen, den Schlan­gen­brun­nen (Sym­bol der Ärz­te­schaft; gestal­tet durch Fritz Bür­gin), ersetzt, die Jus­ti­ti­fi­gur in die Gebäu­de­fas­sa­de integriert.
     

     
  • Luzern: Gemäss Stadt­plan von Mar­ti­ni (1597) gab es in der Äus­sern Weg­gis­gas­se (Her­ten­stein­stras­se) offen­bar auch hier ein­mal einen Gerech­tig­keits­brun­nen. Heu­te steht an die­ser Stel­le ein moder­ner Brun­nen mit Einhornfigur.
     
    Aus­schnitt aus dem Stadplan: